Cannabidiol oder CBD hat sich in wenigen Jahren von einem wenig bekannten Molekül zu einem viel diskutierten Thema entwickelt. Seit sich der rechtliche Rahmen in den USA und später in Europa geklärt hat, hat Cannabidiol viel Aufmerksamkeit erregt; als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel ist CBD in der EU allerdings nicht zugelassen (Novel-Food-Verordnung (EU) 2015/2283). Im Gegensatz zu THC macht CBD weder süchtig noch hat es eine psychotrope Wirkung. Deshalb gilt CBD in Frankreich nicht als Betäubungsmittel; erlaubt sind dort Blüten und Blätter mit höchstens 0,3 % THC. Es ist wichtig zu beachten, dass Hanföl kein Medikament ist und keine medizinischen Behauptungen aufgestellt werden dürfen. Das Gesetz besagt, dass Hersteller oder Verkäufer von CBD-Produkten keine therapeutische Wirkung beanspruchen dürfen. Daher teilen wir Ihnen in unseren Artikeln die neuesten wissenschaftlichen Studien zu diesem Thema mit und erklären, was diese Studien belegen und was nicht. Wir fassen das Wichtigste für Sie zusammen.
Gesundheit
CBD wird intensiv erforscht, und viele Wissenschaftler fordern weitere Studien, denn belegt ist bisher wenig. Untersucht werden unter anderem Sucht, Angststörungen, Entzündungen, Schmerzen, Übelkeit und Krebs, oft in präklinischen Studien oder mit kleinen Gruppen; die Ergebnisse erlauben keine Schlussfolgerung. Als Arzneimittel zugelassen ist in Europa nur ein Präparat mit Cannabidiol (Epidyolex), auf ärztliche Verschreibung bei bestimmten seltenen Epilepsien. CBD ist kein Arzneimittel: Fragen Sie bei Beschwerden Ihren Arzt.
Ernährung
Hanfsamen werden seit Tausenden von Jahren in der menschlichen Ernährung verwendet. Ihre ausgewogene und nährstoffreiche Zusammensetzung hat sie nach und nach zu einem geschätzten Bestandteil einer gesunden Ernährung gemacht. Erlaubt sind Hanfsamen und Hanfsamenöl; Lebensmittel mit CBD sind in der EU dagegen nicht zugelassen.
Mental
Einige Studien, oft mit kleinen Gruppen, untersuchen eine mögliche Wirkung von CBD auf Angst und Stress; ihre Ergebnisse erlauben noch keine Schlussfolgerung. Bei anhaltender Angst oder Niedergeschlagenheit ist ein Arzt der richtige Ansprechpartner.
Wohlbefinden
CBD wird oft mit Entspannung in Verbindung gebracht. Ob es bei Depressionen, Angstzuständen, Schmerzen, Gedächtnis oder Konzentration etwas bewirkt, ist bisher nicht belegt: Die Forschung dazu steht am Anfang, und CBD ersetzt keine ärztliche Behandlung.
Süchte
Es gibt noch wenige Studien am Menschen. Einige untersuchen, ob Cannabidiol bei der Abhängigkeit von Nikotin, Kokain, Opiaten oder Alkohol eine Rolle spielen könnte, und eine brasilianische Arbeit stellt die Frage nach einem Einfluss auf Rückfälle. Die Ergebnisse erlauben keine Schlussfolgerung; eine Suchtbehandlung gehört in ärztliche Hände.
Pflege für den Körper
Dass Hanf die Kosmetikindustrie immer mehr in seinen Bann zieht, ist kein Zufall. Sein Samen ist eine kleine kosmetische Bombe. Reich an essentiellen Omega-3- und -6-Fettsäuren, überreich an Vitaminen (A, B1, B3, B4, B6, E...) und Mineralstoffen ist er der ideale Verbündete für Ihre Haut und Ihr Haar.
Sport
CBD und Sport: ein Thema, das viele Sportler interessiert. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat Cannabidiol 2018 von ihrer Liste verbotener Substanzen gestrichen; THC und andere Cannabinoide bleiben im Wettkampf verboten, und CBD-Produkte können THC-Spuren enthalten. Ob CBD die Erholung oder Entzündungen beeinflusst, ist nicht belegt, und es ersetzt keine ärztlich verordnete Behandlung.









