Seit einigen Jahren wächst die Beliebtheit von CBD stetig. Und es ist nicht selten, ein Ladengeschäft in der Nähe zu finden. Doch nicht jeder möchte seine Produkte im Geschäft kaufen, und manche wenden sich lieber einem Onlineshop zu, um mehr Informationen über die Produkte (Blüten, Harze, Kosmetika usw.) zu erhalten, aber auch, um die Bewertungen anderer Kunden lesen zu können. Vor diesen Käufen stellen sich einige Fragen: Darf man CBD legal online kaufen? Welche CBD-Produkte sind zugelassen? Welche Vorteile bietet ein Onlinekauf? Wie wählt man seine Produkte richtig aus? Hier finden Sie all unsere Antworten!
Darf man CBD legal online kaufen?
Ja, es ist legal, CBD im Internet zu kaufen, sofern das Produkt selbst zugelassen ist: In Frankreich dürfen Blüten, Harze, Kosmetika oder E-Liquids aus zugelassenem Hanf (höchstens 0,3 % THC) verkauft werden, Lebensmittel mit CBD jedoch nicht. Wir empfehlen Ihnen dennoch, besonders auf die Gesetzgebung des Landes zu achten, in dem Sie sich befinden, sowie auf die des Landes, in dem Sie kaufen, wenn es nicht Ihr Wohnsitzland ist. Die Gesetzgebung kann nämlich von Land zu Land unterschiedlich sein, selbst innerhalb der Europäischen Union.
- In Frankreich war der Verkauf von Hanfblüten lange umstritten. Der französische Staatsrat (Conseil d'État) hat ihr Verbot schließlich aufgehoben (Entscheidung Nr. 444887 vom 29. Dezember 2022). Heute müssen die Produkte aus Hanfsorten stammen, deren Gehalt an Delta-9-THC 0,3 % nicht überschreitet, und diesen Grenzwert einhalten (Erlass, arrêté, vom 30. Dezember 2021); Lebensmittel mit CBD (Öle zum Einnehmen, Gummis, Bonbons, Getränke) sind auf dem Markt illegal (französisches Landwirtschaftsministerium, 20. Mai 2026).
- In der Europäischen Union darf Hanf, der für Beihilfen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) angebaut wird, seit 2023 höchstens 0,3 % THC enthalten (Verordnung (EU) 2021/2115), doch die für Endprodukte geltenden Regeln unterscheiden sich von Land zu Land.
- In Italien ist der Handel mit Hanfblüten und daraus gewonnenen Produkten seit April 2025 verboten (Gesetzesdekret, decreto-legge, Nr. 48/2025, Artikel 18), ein Verbot, das vor Gericht angefochten wird: Mehrere italienische Gerichte haben das Verfassungsgericht angerufen (Beschlüsse, 2026 in der Gazzetta Ufficiale veröffentlicht).
- Außerhalb der Europäischen Union schließlich erlaubt die Schweiz den Verkauf von Produkten mit weniger als 1 % Gesamt-THC (Schweizer Betäubungsmittelgesetz, BetmG).
Das Europäische Parlament hat im Oktober 2020 die Anhebung des zulässigen THC-Gehalts für in der Europäischen Union angebauten Hanf von 0,2 % auf 0,3 % beschlossen, eine Maßnahme, die der europäische Industriehanfverband (EIHA) seit vielen Jahren gefordert hatte. Dieser Grenzwert gilt seit dem 1. Januar 2023 im Rahmen der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (Verordnung (EU) 2021/2115), und Frankreich hat ihn mit seinem Erlass vom 30. Dezember 2021 für Pflanzen und Extrakte übernommen.
Fassen wir all diese Informationen zusammen
- Kauf und Verkauf von CBD-Produkten sind in vielen europäischen Ländern erlaubt, aber nicht in allen Formen: Lebensmittel mit CBD sind in der Europäischen Union nicht zugelassen.
- In Frankreich darf CBD in Form von Blüten, Harzen, Kosmetika oder E-Liquids aus Hanf mit höchstens 0,3 % THC verkauft werden.
- Die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land: Prüfen Sie das Recht des Landes, in dem Sie wohnen.
Was ist der Unterschied zwischen THC und CBD?
Wir haben CBD und THC seit Beginn dieses Artikels schon oft erwähnt, aber worum handelt es sich genau?
Um das zu verstehen, müssen wir Ihnen zuerst erklären, was Cannabis ist. Cannabis ist nämlich keine einzelne Pflanze, sondern eine Pflanzenfamilie mit 3 Sorten:
- Cannabis sativa oder Industriehanf, mit einer sehr hohen Konzentration an CBD (Cannabidiol) und einer vernachlässigbaren Menge an Δ-9-Tetrahydrocannabinol (höchstens 0,3 % in der EU)
- Cannabis indica, reich an THC und arm an CBD
- Cannabis ruderalis, arm sowohl an CBD als auch an THC
Die 2 am häufigsten vorkommenden Cannabissorten sind Cannabis sativa, das zur Herstellung von CBD und zahlreichen anderen Produkten verwendet wird, und Cannabis indica, das illegal für den Freizeitkonsum angebaut wird.
CBD und THC sind also 2 Moleküle, die je nach Cannabissorte in unterschiedlicher Menge vorkommen. Beide gehören zur Familie der Cannabinoide. In diesen Pflanzen zählt man mehr als hundert Cannabinoide; sie sitzen in den Blüten und den angrenzenden Blättern.

THC
THC, mit vollem Namen Δ-9-Tetrahydrocannabinol, hat stark psychoaktive Wirkungen, die bestimmte physiologische und biochemische Prozesse im Gehirn verändern. Diese Wirkungen können Stimmung und Wahrnehmung verändern, aber auch den Bewusstseinszustand des Konsumenten. Deshalb ist Cannabis indica verboten.
CBD
CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol, ein Cannabinoid, das bei der Wissenschaft auf großes Interesse stößt und im Gegensatz zu Δ-9-Tetrahydrocannabinol nicht psychoaktiv ist. Die Forschung zu Cannabidiol ist rege, doch für CBD ist in der Europäischen Union keine gesundheitsbezogene Angabe zugelassen (Verordnung (EG) Nr. 1924/2006). Studien, oft präklinisch oder mit kleinen Teilnehmerzahlen, untersuchen mehrere Ansätze:
- Entspannung, Stress und Angst
- Schlaf
- Entzündungen
- Schmerz
Bis heute lassen ihre Ergebnisse keine Schlussfolgerung zu. CBD ist kein Arzneimittel: Bei gesundheitlichen Problemen oder laufender Behandlung fragen Sie Ihren Arzt um Rat, bevor Sie ein CBD-Produkt verwenden.
Wie wählt man CBD im Internet richtig aus?
Der Kauf von Cannabidiol-Produkten im Internet bietet zahlreiche Vorteile, denn Sie finden zu jedem Produkt, das Sie sich ansehen, eine ausführliche Beschreibung, was im Ladengeschäft nicht immer der Fall ist. Außerdem können Ihnen die zahlreichen Kundenbewertungen helfen, angesichts der langen Liste angebotener Artikel die richtige Wahl zu treffen.
- CBD-Öl: In Frankreich ist ein CBD-Öl zum Einnehmen ein Lebensmittel; da CBD in der Europäischen Union nicht als neuartiges Lebensmittel zugelassen ist (Verordnung (EU) 2015/2283), ist sein Verkauf illegal (Mitteilung des französischen Landwirtschaftsministeriums vom 20. Mai 2026). Angeboten werden dürfen nur Produkte, die den Regeln ihrer Kategorie entsprechen, etwa Kosmetika zur äußerlichen Anwendung.
- CBD-Gummis und -Bonbons: Es handelt sich um Lebensmittel; mit CBD angereichert dürfen sie in Frankreich nicht legal verkauft werden (Mitteilung des französischen Landwirtschaftsministeriums vom 20. Mai 2026).
- CBD-Blüten: In Frankreich dürfen Hanfblüten und -blätter mit einem THC-Gehalt von höchstens 0,3 % verkauft werden (französischer Staatsrat, Conseil d'État, 29. Dezember 2022, Nr. 444887). Rauchen schadet der Gesundheit, und THC-Spuren können einen Drogentest im Straßenverkehr positiv ausfallen lassen.
- CBD-Balsame: Es handelt sich um Kosmetika zur äußerlichen Anwendung. Ein Kosmetikprodukt darf keinerlei therapeutische Eigenschaft beanspruchen, weder gegen Schmerzen noch für die Haut.
- CBD-E-Liquid: Es ist ein Dampfprodukt, für das in Frankreich Werbung verboten ist (Artikel L3513-4 des französischen Gesetzbuchs über die öffentliche Gesundheit, Code de la santé publique). Seine vollständige Zusammensetzung ist beim Kauf oft schwer zu überprüfen: Vorsicht ist geboten.
3 wichtige Kriterien beim Onlinekauf Ihrer CBD-Produkte
Welches Extraktionsverfahren wurde verwendet?
Es gibt mehrere Verfahren zur Extraktion von CBD:
- Extraktion mit Lösungsmitteln: Diese sehr kostengünstige Methode der CBD-Extraktion sollte man meiden: Die Extraktion mit Lösungsmitteln (Isopropylalkohol, Butan, Propan, Ethanol) hinterlässt regelmäßig Rückstände im gewonnenen Extrakt. Wir raten von Produkten aus diesem Verfahren ab.
- Extraktion von CBD mit Pflanzenöl: Das Cannabidiol wird mithilfe eines Pflanzenöls (Hanföl, Olivenöl, Sesamöl) aus der Blüte extrahiert. Diese Methode ist wenig effizient, und der gewonnene Extrakt ist relativ arm an CBD.
- Extraktion mit überkritischem CO2: Diese Methode ist die teuerste, aber auch die sauberste. Sie wird seit Anfang der 1980er-Jahre in verschiedenen Industrien eingesetzt, in der Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmaindustrie. Sie ermöglicht es, das oder die gewünschten Moleküle mit bemerkenswerter Präzision zu isolieren und zu entnehmen und dabei ihre Eigenschaften zu erhalten. Die Extraktionstemperatur ist niedrig, sodass hitzeempfindliche Moleküle wie die Phytocannabinoide (CBD, CBG usw.) und die Terpene erhalten bleiben. Der mit diesem Verfahren gewonnene Extrakt ist reiner als bei den anderen Methoden, da er keine Lösungsmittelrückstände enthält. Diese Methode halten wir für die sauberste.
Woher stammt der Hanf (Cannabis)?
Es ist aus mehreren Gründen wichtig, die Herkunft des für die CBD-Herstellung verwendeten Hanfs zu kennen:
- Je nach Anbauland des Hanfs unterscheiden sich die Vorschriften für Pflanzenschutzmittel, und es können potenziell krebserregende Substanzen eingesetzt werden. Deshalb empfehlen wir, Hanf aus Europa oder den Vereinigten Staaten zu bevorzugen.
- Die Bodenqualität ist ein weiterer wichtiger Parameter. Hanf braucht einen reichen Boden, um schöne, CBD-reiche Blüten hervorzubringen.
- Ist der Hanf bio? Um die Bodenbelastung zu verringern und ganz allgemein im Sinne der Gesundheit empfehlen wir, ein Bio-Produkt zu wählen.
Ist Ihr CBD ein Breitspektrumprodukt?
In Frankreich, in der Schweiz und überall in Europa gibt es heute eine Vielzahl von CBD-Produkten: Blüten, Balsame, Kosmetika usw. Den Händlern gehen die Ideen für Neuheiten nie aus, und beim Kauf ist es angesichts all der angebotenen Artikel manchmal schwierig, eine Wahl zu treffen. Tappen Sie nicht in die Falle eines Billig- oder Aktionsprodukts von manchmal zweifelhafter Herkunft. Ein Breitspektrumprodukt enthält neben CBD weitere Bestandteile der Hanfpflanze (Cannabis sativa): Cannabinoide (CBG, CBN usw.), Terpene und Flavonoide. Der Entourage-Effekt, ein mögliches Zusammenwirken dieser Substanzen, bleibt eine noch untersuchte Hypothese.
Sie wissen nun mehr über Cannabidiol und die für seinen Verkauf geltenden Regeln. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob das Produkt dem Recht Ihres Landes entspricht.










