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Quebec verbietet den Verkauf von Cannabis an Ungeimpfte

Impfstoffe und Cannabis

In Quebec Alkohol und Cannabis ja, aber nur für Geimpfte.

Um Impfunwillige zur Impfung gegen COVID zu bewegen, verwehrt Quebec Ungeimpften den Zutritt zu Geschäften, die alkoholische Getränke und Cannabis verkaufen. Die im Osten Kanadas gelegene Provinz, die stark von der Omikron-Welle betroffen ist, macht damit die Vorlage eines Impfpasses für das Betreten bestimmter Geschäfte zur Pflicht. Die Covid-bedingten Krankenhauseinweisungen steigen unaufhörlich: Wird diese Maßnahme die Lage verändern?

Covid und Impfung in Quebec

Seit der Markteinführung der verschiedenen Impfstoffe sorgt das Impfprogramm von Quebec (Programme québécois d'immunisation) für die ordnungsgemäße Verteilung der Impfdosen an die Menschen, die sich vor Covid-19 schützen möchten. Am 17. Januar 2022 waren 85,2 % der Einwohner Quebecs mit mindestens einer Dosis geimpft. Trotzdem steht das Gesundheitssystem weiterhin unter großer Belastung, und die Krankenhauseinweisungen steigen unaufhörlich. Der Gesundheitsminister der Provinz, Christian Dubé, sprach sogar von einer „regelrechten Flutwelle“. Angesichts der Schwierigkeiten des Gesundheitssystems, einen solchen Zustrom von Kranken zu bewältigen, hat Quebec seit Ende Dezember die Gesundheitsauflagen verschärft:

  • Eine nächtliche Ausgangssperre von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens.
  • Die Schließung von Bars, Restaurants, Kinos und Sportclubs
  • Die Schließung von Schulen und Universitäten
  • Das Verbot privater Zusammenkünfte.

Zu diesen Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie hat die Regierung nun also das Zutrittsverbot zu Geschäften, die Cannabis und Alkohol verkaufen, für Personen hinzugefügt, die keinen vollständigen Impfschutz nachweisen können. Der Gesundheitsminister möchte damit die verbleibenden 15 % Impfunwilligen durch Zwang dazu bringen, ihre Meinung über die Impfung zu ändern.

Quebec und Cannabis.

Seit dem 12. Juni 2018 und der Verabschiedung des Gesetzentwurfs 157 durch die Nationalversammlung der Provinz sind der Verkauf und der Konsum von Freizeitcannabis in der Provinz legal, unterliegen jedoch strengen Bedingungen:

  • Das Mindestalter für den Kauf von Cannabis liegt bei 21 Jahren, gegenüber 18 Jahren für den Kauf von Alkohol.
  • Nur die staatliche Cannabisgesellschaft von Quebec (Société québécoise du cannabis) darf im Gebiet der Provinz Cannabis verkaufen.
  • Ein Einwohner Quebecs darf an einem öffentlichen Ort nicht mehr als 30 Gramm mit sich führen.
  • Zu Hause beträgt die Höchstmenge an Cannabis 150 Gramm, unabhängig von der Zahl der Bewohner.

Im Jahr 2021 hatten fast 20 % der Einwohner Quebecs in den letzten 12 Monaten Cannabis konsumiert. Die in der Provinz am häufigsten konsumierte psychoaktive Substanz ist jedoch mit großem Abstand Alkohol: 81 % der über 12-Jährigen geben an, im selben Zeitraum mindestens einmal welchen getrunken zu haben. Es scheint sehr schwierig, die Zahl der Ungeimpften in dieser Bevölkerungsgruppe zu bestimmen. Künftige Studien werden uns vielleicht sagen können, ob diese neue Verschärfung viele dieser Menschen überzeugt hat oder nicht.

Veröffentlicht am - Zuletzt aktualisiert am

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