Alzheimer-Krankheit und CBD
Die Alzheimer-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, die in Frankreich fast 1 Million Menschen und weltweit fast 50 Millionen betrifft. Schätzungen zufolge wird Frankreich bis 2040 mehr als 2 Millionen Erkrankte zählen. Sie verläuft langsam und schleichend und ist die häufigste Form der Demenz bei Menschen über 65 Jahren.
Die Alzheimer-Krankheit wurde erstmals 1906 von dem deutschen Psychiater Alois Alzheimer beschrieben. Die Betroffenen verlieren nach und nach Nervenzellen, was schrittweise und unumkehrbar zu einem Verlust der geistigen Fähigkeiten führt. Die ersten Symptome sind in der Regel Erinnerungsverluste (Amnesie). Zunächst erinnern sich die Patienten nicht mehr an jüngste Ereignisse: Das Kurzzeitgedächtnis ist betroffen. Ältere Erinnerungen bleiben vorerst noch erhalten. Im Laufe der Zeit greift der Verlust von Nervenzellen auf andere Hirnregionen über, mit stärkeren kognitiven Störungen, die zu Verwirrtheit, Stimmungs- und Sprachstörungen sowie Aggressivität führen.
Je nach Alter verändert sich die Häufigkeit der Krankheit stark: Während nur 1 % der 65- bis 70-Jährigen und 20 % der 85- bis 90-Jährigen betroffen sind, leiden 40 % der Menschen über 90 Jahren an Alzheimer.
Das Gehirn
Die Alzheimer-Krankheit führt zur fortschreitenden Zerstörung von Nervenzellen durch Schädigungen, die sich im Gehirn ausbreiten. Diese Schädigungen entstehen durch eine Ansammlung abnormer Proteine:
- Beta-Amyloid-Protein => Amyloid-Plaques
- Tau-Protein => Neurofibrillenbündel
Als erstes ist der Hippocampus betroffen, der Sitz des Gedächtnisses; danach breitet sich die Alzheimer-Krankheit auf die frontalen und temporo-parietalen Assoziationskortizes aus. Mit fortschreitender Krankheit verstärken sich die Störungen, bis sie äußerst schwer werden und schließlich zum Tod führen.
Die Diagnose
Die Diagnose stützt sich auf mehrere Punkte:
- die Anamnese
- neuropsychologische Tests
- eine Bildgebung des Gehirns
- eine neurologische Untersuchung
Die Behandlung
Derzeit gibt es keine Behandlung, die die Alzheimer-Krankheit heilen kann. Die angebotenen Arzneimittel dienen lediglich dazu, das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Deshalb gilt: Je früher die Diagnose im Krankheitsverlauf gestellt wird, desto schneller kann eine Strategie zur Verbesserung der Lebensbedingungen umgesetzt werden:
- Kognitive Stimulation
- Logopädie
- Physiotherapie und sanfte Heilmethoden
- Anregende Therapien
CBD und Alzheimer-Krankheit
Forscher der Universität La Sapienza in Rom beobachteten in Labormodellen unter dem Einfluss von CBD einen Rückgang der mit dem Beta-Amyloid-Protein verbundenen Entzündung im Gehirn sowie eine Bildung neuer Nervenzellen im Hippocampus, dem Sitz des Gedächtnisses. Sie schlossen daraus, dass CBD weitere Forschung verdiene. Diese präklinischen Ergebnisse lassen keinen Schluss auf eine Wirkung bei Erkrankten zu: CBD ist kein Arzneimittel, es heilt die Alzheimer-Krankheit nicht und verlangsamt sie nicht, und es kann mit bestimmten Behandlungen wechselwirken. Sprechen Sie mit dem Arzt, der die erkrankte Person betreut.








