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CBD und Epilepsie beim Hund

Epileptische Anfälle beim Hund, auch Krampfanfälle genannt, sind sehr beeindruckend. Man weiß nicht immer, wie man reagieren soll, wenn der eigene Hund einen hat. Lange war der Ursprung dieser Anfälle wenig klar, heute ermöglicht die Forschung ein besseres Verständnis dieser Krankheit.

CBD & Epilepsie

Was ist Epilepsie?

Der Begriff Epilepsie stammt aus dem Griechischen und drückt die Vorstellung aus, „ergriffen“ zu werden. Das zeigt gut, wie plötzlich und unvermittelt Krampfanfälle auftreten können. Der Anfall ist immer vorübergehend, er dauert nur wenige Minuten, die einem oft wie Stunden vorkommen. Der Hund kann das Bewusstsein verlieren, verwirrt oder orientierungslos sein, starr blicken, sich wiederholende Bewegungen machen usw. Oft tritt die Epilepsie auf, wenn der Hund noch jung ist, sie kann sich aber auch erstmals bei einem älteren Tier zeigen. Eine plötzliche, kurzzeitige elektrische Störung im Gehirn löst einen Anfall aus, der mehr oder weniger lange dauern kann. Diese zu hohe elektrische Aktivität breitet sich dann auf mehrere benachbarte Nervenzellen aus, mit zwei möglichen Folgen:

  • Eine fokale Epilepsie, wenn die Entladung örtlich begrenzt bleibt. Nur bestimmte Körperteile des Tieres sind betroffen.
  • Eine generalisierte Epilepsie, wenn sich der Nervenimpuls im gesamten Nervensystem ausgebreitet hat. Dann sind alle Körperteile des Hundes betroffen.

Was sind die Ursachen der Epilepsie?

Hunde können von mehreren Formen der Epilepsie betroffen sein, deren Ursachen verschieden sind:

  • Idiopathische Epilepsie, die auf eine abnorme Funktion des Gehirns zurückgeht. Sie kann erblich oder genetisch bedingt sein, manche Rassen sind stärker betroffen als andere.
  • Strukturelle Epilepsie, die in jedem Alter auftreten und mit einer bestehenden Erkrankung zusammenhängen kann.
  • Reaktive Epilepsie, hier liegt ein Problem im Blut vor, etwa eine Unterzuckerung oder eine Vergiftung.

Diagnose

Da die Anfälle spontan auftreten, ist der Tierarzt selten dabei, wenn es den Hund trifft. Es ist daher wichtig, die Reaktionen Ihres Tieres möglichst zu notieren, um sie beim Praxisbesuch mitteilen zu können. Der Tierarzt führt eine vollständige klinische Untersuchung durch und kann Blutuntersuchungen sowie eine bildgebende Untersuchung veranlassen.

Epilepsie und CBD beim Hund

CBD (Cannabidiol) gehört zur Familie der Cannabinoide und stammt aus Hanf (Cannabis Sativa). Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der Forschungsarbeiten zu Cannabidiol stetig zu. Anders als THC ist es nicht psychoaktiv. CBD hat keine berauschende oder euphorisierende Wirkung wie THC. Beim Menschen ist ein Arzneimittel auf Basis von Cannabidiol auf Rezept und unter ärztlicher Aufsicht für bestimmte seltene Epilepsien zugelassen (Dravet-Syndrom und Lennox-Gastaut-Syndrom, Tuberöse Sklerose bzw. Morbus Bourneville-Pringle). Dieses Arzneimittel hat nichts mit handelsüblichen CBD-Produkten zu tun. Beim Hund gibt es nur wenige Studien, und sie erlauben keine Schlussfolgerung:

  • Arbeiten aus den Jahren 2011 und 2012, im Labor und am Tier, befassten sich mit der Wirkung von CBD auf Krampfanfälle (Jones et al. 2011, Jones et al. 2012).
  • Eine Studie aus dem Jahr 2014 befasste sich mit der Stärke der Anfälle; ihre Ergebnisse müssen noch bestätigt werden.

Die Epilepsie des Hundes wird mit dem Tierarzt behandelt, oft mit einer lebenslangen antiepileptischen Therapie: Setzen Sie diese niemals eigenmächtig ab und ändern Sie sie nicht selbst, denn ein anhaltender Anfall kann das Leben des Tieres gefährden. Wechselwirkungen zwischen CBD und diesen Arzneimitteln sind möglich. CBD ist kein Tierarzneimittel: Fragen Sie vor jeder Anwendung bei einem Tier Ihren Tierarzt um Rat.

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