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Depression beim Hund und CBD

Depression & CBD

Depression ist eine Krankheit, die man für dem Menschen vorbehalten halten könnte, doch Tierärzte beschreiben auch depressive Zustände bei Tieren. Unsere Hunde sind übrigens häufig davon betroffen, ebenso wie Katzen. Von Natur aus sensibel und an feste Abläufe gewöhnt, mögen es unsere vierbeinigen Freunde, wenn ihr Leben ruhig und regelmäßig verläuft. Manchmal können jedoch Veränderungen in ihrem Leben Stress und Angst auslösen, die auf Dauer zu einer Depression beim Hund führen können.

Welche Symptome hat eine Depression beim Hund?

Die Symptome einer Depression beim Hund können sich auf verschiedene Weise zeigen; hier die häufigsten:

  • Apathie und Rückzug: Der Hund nimmt kaum wahr, was um ihn herum geschieht, und bewegt sich sehr wenig, er zieht sich zurück oder entfernt sich sogar, wenn jemand mit ihm Kontakt aufnehmen will. Spiele oder Spaziergänge interessieren ihn nicht mehr.
  • Weniger Appetit: Hunde lehnen eine Mahlzeit selten ab. Wenn Sie bemerken, dass sich Ihr Tier nicht mehr oder kaum noch für seinen Napf interessiert und an Gewicht verliert, holen Sie rasch den Rat eines Tierarztes ein.
  • Leichter Schlaf: Der Hund schläft sehr leicht, hebt bei jedem Geräusch den Kopf oder schreckt sogar auf, seine Angst ist dauerhaft.
  • Probleme mit der Stubenreinheit: Obwohl Ihr Hund stubenrein war, passieren ihm „Missgeschicke“. Das ist ein Zeichen, das sehr oft mit Stress, Angst oder einer bereits verfestigten Depression zusammenhängt.

Die Ursachen der Depression beim Hund

Sie haben bemerkt, dass Ihr Tier eines oder mehrere der oben genannten Symptome zeigt, und Ihr Tierarzt hat Ihren Verdacht gerade bestätigt? Dann ist es wichtig, die Ursachen herauszufinden, die diesen Zustand bei Ihrem Hund begünstigt haben könnten. Hier einige Anhaltspunkte:

  • Eine veränderte Umgebung: Hunde sind stark territorial, ein Umzug kann diese Tiere manchmal sehr aus dem Gleichgewicht bringen, bis hin zur Depression, wenn ihnen das neue Zuhause nicht zusagt. Zum Beispiel ein Hund, der gewohnt war, hinauszugehen, und es nicht mehr kann.
  • Die Abwesenheit oder der Verlust eines geliebten Wesens: Bekanntlich können Hunde sehr an einem Menschen oder sogar an einem anderen Tier hängen, etwa an einer Katze oder einem anderen Hund. Eine Trennung kann Ihr Fellknäuel hart treffen und Angst auslösen, die bis zu einer Depression führen kann.
  • Langeweile: Ein Mangel an Reizen oder Beschäftigung kann unseren Haustieren schaden. Wenn Hunde in einer Wohnung oder einem Haus leben, ohne andere Möglichkeit hinauszukommen als ein oder zwei tägliche Spaziergänge, sind Reize manchmal selten, vor allem wenn nichts eingerichtet ist, um Langeweile bei den Tieren zu vermeiden.
  • Eine zu frühe Trennung von der Mutter: Tierärzte sind sich einig, dass ein Welpe nicht vor einem Mindestalter von 8 Wochen von seiner Mutter getrennt werden sollte. Nimmt man den Welpen vor diesem Alter von der Mutter weg, stößt man ihn in eine unbekannte Welt, die ohne die beruhigende Nähe seiner Mutter schwer zu bewältigen ist.

Wie helfen Sie Ihrem Tier, die Depression zu überwinden?

Nachdem Sie nun den oder die Gründe ermittelt haben, die Ihr Tier in diesen depressiven Zustand versetzt haben, können Sie leichter handeln, bevor sich die Krankheit weiter verschlimmert. Ist zum Beispiel Langeweile die Ursache der Depression, planen Sie mehrere Spielzeiten am Tag mit Ihrem Hund ein und besorgen Sie neues Spielzeug, das Sie oft wechseln, damit es Ihrem Tier nicht langweilig wird. Mehr Aktivität trägt außerdem zu einem erholsameren Schlaf bei. Folgen Sie stets dem Rat Ihres Tierarztes, der Sie auch an einen Verhaltenstherapeuten verweisen kann. Bei einer veränderten Umgebung legen Sie die Sachen, die Ihr Hund mag, an verschiedene Stellen Ihrer Wohnung, damit sie ihm einladender erscheint.

Cannabidiol (CBD) und die Depression des Hundes: was sagt die Forschung?

Cannabidiol, meist CBD genannt, ist ein Stoff, der aus Nutzhanf (Cannabis Sativa) gewonnen wird. Nur wenige wissen es, aber Cannabis umfasst eigentlich eine Pflanzenfamilie mit sehr unterschiedlicher Zusammensetzung:

  • Cannabis Sativa (Nutzhanf), reich an CBD, sehr, sehr arm an THC (höchstens 0,3 % gemäß dem Gesetz, wobei Spuren im Endprodukt verbleiben können)
  • Cannabis Indica, arm an CBD und sehr reich an THC
  • Cannabis Ruderalis, arm an CBD und THC

THC ist ein psychotroper Stoff, der in vielen Ländern illegal ist. CBD dagegen ist nicht psychotrop, und sein Verkauf ist in Frankreich unter Bedingungen legal. THC ist für den Hund giftig. Zu CBD haben einige Studien Wirkungen auf Stimmung und Angst untersucht, fast alle an Labornagetieren oder beim Menschen, nie bei depressiven Hunden:

  • Forscher der Universität Kantabrien (Spanien, 2015) beobachteten bei Nagetieren eine Wirkung von Cannabidiol (CBD) auf die Signalwege von Serotonin.
  • Eine 2016 veröffentlichte israelische Studie untersuchte antidepressivaähnliche Wirkungen, ebenfalls an Labortieren.
  • Andere Arbeiten befassen sich mit Angst (Campos et al. 2012, Elbatsh et al. 2012), vor allem anhand von Tiermodellen im Labor.
  • Im Jahr 2011 untersuchte eine Studie (Bergamaschi et al.) an 24 Personen mit sozialer Angst diesen Ansatz.

Keines dieser Ergebnisse erlaubt einen Schluss auf eine Wirkung beim Hund. CBD ist kein Tierarzneimittel: Bevor Sie Ihrem Tier irgendetwas geben, fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat.

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