Osteoporose: verstehen und vorbeugen
Osteoporose ist eine Knochenkrankheit, die zu einer Abnahme der Knochenmasse und einer Veränderung der Mikroarchitektur des Knochensystems führt, mit der Folge, dass die Knochen an Festigkeit verlieren und das Risiko von Brüchen steigt. In Frankreich betrifft diese Krankheit vor allem Frauen, mit fast 4 Millionen Erkrankten gegenüber 1,5 Millionen Männern, und verursacht nicht weniger als 400.000 Knochenbrüche pro Jahr. Sehen wir uns an, wie man dem Bruchrisiko vorbeugen kann und was die Forschung wirklich über CBD und Knochen sagt.
Was ist Osteoporose?
Osteoporose ist eine bekannte Krankheit, die das Skelett aus 2 Gründen stark schwächt:
- Eine Abnahme der Knochenmasse: Der Knochen verliert an Dichte.
- Eine Veränderung der Knochenmikroarchitektur: Der Knochen baut sich anders auf und wird weniger widerstandsfähig.
Das Risiko von Knochenbrüchen steigt, und Stöße oder Verletzungen, die bei einem gesunden Knochen folgenlos geblieben wären, können am Skelett eines erkrankten Menschen großen Schaden anrichten.
Anders als man vielleicht denkt, ist der Knochen ein lebendes Gewebe, genau wie die Haut oder die Muskeln. Er erneuert sich ständig unter dem Einfluss von Hormonen und lokalen Faktoren wie den Zytokinen. Ist der Knochen zu alt oder beschädigt, greift der Organismus auf „Arbeiterzellen“ zurück, die jeweils eine ganz bestimmte Aufgabe haben:
- Die Osteoklasten, deren Aufgabe der Abbau des alten Knochens ist
- Die Osteoblasten, deren Aufgabe der Aufbau neuen Knochens ist
Dieser Mechanismus funktioniert mit der Zeit schlechter, und um das fünfzigste Lebensjahr beobachtet man eine natürliche, allmähliche Abnahme der Knochenmasse. Je nach Fall bleibt dies für die Gesundheit der Knochen folgenlos oder kann zu einer Osteoporose führen. In Frankreich sind Frauen fast 3-mal häufiger von dieser Krankheit betroffen, und auch wenn die Osteoporose bei Männern in der Regel später auftritt, bleiben sie davon nicht verschont. Jedes Jahr zählt man etwa 400.000 osteoporosebedingte Knochenbrüche, die meist an folgenden Stellen auftreten:
- An den Wirbeln
- An den Handgelenken
- Am Oberschenkelhals
Welche Faktoren begünstigen die Krankheit?
Wie wir gesehen haben, ist es normal, im Alter Knochenmasse zu verlieren, wie mehrere wissenschaftliche Studien an Patienten gezeigt haben. Bestimmte Faktoren können das Auftreten einer Osteoporose jedoch begünstigen, vor allem wenn sie zusammenkommen:
- Das Alter
- Das Geschlecht (Frauen sind viel häufiger betroffen, insbesondere wegen der Wechseljahre)
- Die ethnische Herkunft
- Eine schlechte Ernährung
- Mangelerscheinungen (Proteine, Kalzium, Vitamin D)
- Bewegungsmangel
- Hormonelle Probleme
- Bestimmte Krankheiten
Symptome
Osteoporose ist eine Krankheit, die im Verborgenen fortschreitet und in der Regel ohne klinische Anzeichen verläuft. Daher kann nur eine Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) die Diagnose bestätigen.
Behandlung
Um Osteoporose zu behandeln und das Risiko von Knochenbrüchen bei den Patienten zu verringern, werden mehrere Wege beschritten.
- Medikamentöse Behandlungen: Zur Behandlung der Krankheit werden mehrere Medikamente eingesetzt, in erster Linie Bisphosphonate. Diese Medikamente sollen die Aktivität der Osteoklasten verringern, deren Aufgabe es, wie oben erwähnt, ist, den alten Knochen abzubauen.
- Nichtmedikamentöse Behandlungen: Diese Mittel werden eingesetzt, um dem Bruchrisiko vorzubeugen. Dazu gehört körperliche Aktivität, deren Ziel es ist, die Knochenverdichtung anzuregen. Diese Aktivitäten müssen ausreichend kräftigend sein und Belastungen und Stöße beinhalten: Muskelaufbautraining, Laufen. Die Ernährung: Sie sollte reich an Kalzium und Vitamin D sein. Auch der Verzehr von Gemüse und Obst wird empfohlen. Stürzen beugt man mit einem angepassten Wohnumfeld (Dusche, Teppiche, Hindernisse) und geeigneten, geschlossenen Schuhen vor.
Osteoporose und CBD
CBD (Cannabidiol) ist ein Molekül, das in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen hat und Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten ist. Dieser Stoff gehört zur Familie der Cannabinoide und stammt aus dem Industriehanf (Cannabis Sativa). Cannabis, oder besser gesagt die Cannabisarten, bilden eine Pflanzenfamilie mit drei Untergattungen, deren Cannabinoidanteile sehr unterschiedlich sind:
- Cannabis Sativa: reich an CBD, arm an THC (höchstens 0,3 % beim zugelassenen Hanf)
- Cannabis Indica: reich an THC, arm an CBD
- Cannabis Ruderalis: arm an CBD, arm an THC
CBD und THC sind die 2 bekanntesten und am besten untersuchten Cannabinoide. THC dürfte Ihnen nicht unbekannt sein, die Medien berichten regelmäßig darüber. Es ist das verbotene, illegale Cannabinoid. THC ist nämlich psychoaktiv, es verändert bestimmte biochemische und physiologische Prozesse im Gehirn. Sein Konsum und Verkauf sind derzeit in den meisten Ländern verboten. CBD dagegen ist nicht psychoaktiv, und sein Verkauf ist in Frankreich unter Bedingungen legal. Das haben die Forschungsarbeiten zum Knochen untersucht, alle präklinisch:
- 2015 beobachtete eine israelische Studie an Ratten unter CBD (Cannabidiol) eine Verbesserung der biomechanischen Eigenschaften bei der Heilung von Knochenbrüchen (KOGAN et al. 2015).
- Diese Arbeiten beschreiben bei Tieren außerdem eine Anregung von Enzymen, die an der Vernetzung von Kollagen beteiligt sind. Kollagen trägt zur Struktur des Knochens bei.
- Weitere Laborstudien befassen sich mit der Rolle des Endocannabinoid-Systems im Gleichgewicht zwischen Osteoblasten und Osteoklasten.
Keine dieser Studien erlaubt die Aussage, dass CBD beim Menschen die Knochen stärkt oder Osteoporose vorbeugt. Die Vorbeugung beruht auf Bewegung, Kalzium, Vitamin D und der Betreuung durch Ihren Arzt. CBD ist kein Arzneimittel: Bei gesundheitlichen Problemen fragen Sie bitte einen Arzt um Rat.









