Wenn der Winter kommt
Ihre Stimmung ist im Keller, seit die Tage zum Winter hin kürzer werden? Das Leben erscheint Ihnen trist, und nichts motiviert Sie? Und wenn das die Symptome einer Winterdepression wären, auch saisonal abhängige Depression genannt? Diese Beschwerden treten zu Beginn von Herbst und Winter auf, wenn Helligkeit und Tageslänge abnehmen. Sehen wir uns gemeinsam an, wie man diesem Zustand begegnen kann und was die Forschung wirklich über CBD sagt.
Was ist eine Winterdepression oder saisonal abhängige Depression (SAD)?
Die Winterdepression ist eine Form der Depression, die sich einstellt, wenn die Sonneneinstrahlung (ihre Dauer und Intensität) im Herbst abnimmt. Die Helligkeit hat einen sehr starken Einfluss auf unsere Stimmung, und Betroffene entwickeln Symptome von Stimmungsstörungen wie Angst, Traurigkeit, Stress, Gewichtsschwankungen, Schlafstörungen oder Suizidgedanken. Wenn Sie Suizidgedanken haben, rufen Sie sofort an: in Frankreich die 3114, die nationale Nummer zur Suizidprävention, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar, in Deutschland die TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111, im Notfall die 112.
Die Ursachen der Winterdepression (SAD)
Die Ursachen dieser Krankheit sind noch nicht sehr gut bekannt, doch die verschiedenen Studien stimmen darin überein, dass die geringere Lichtintensität im Winter bei dieser Gesundheitsstörung eine wichtige Rolle spielt. Mit den sinkenden Temperaturen verbringen wir mehr Zeit drinnen und setzen uns folglich weniger dem Sonnenlicht aus. Verschiedene Studien zeigen, dass dieser „Mangel“ an Licht die Aktivität von Serotonin in unserem Gehirn stört, einem Neurotransmitter, der an der Regulierung der Stimmung beteiligt ist.
Licht, ein unverzichtbarer „Lux“
Lux ist die Maßeinheit für die Beleuchtungsstärke, die eine Fläche empfängt. Im Sommer ist der Lichtstrom am größten, das Sonnenlicht erreicht etwa 120.000 Lux. Im Winter übersteigt die Lichtintensität bei schönem Wetter nur selten 10.000 Lux und kann bei trübem Wetter unter 2.000 fallen. Zum Vergleich: Ein gut beleuchtetes Büro erhält etwa 500 Lux, eine Vollmondnacht weniger als 1 Lux. Wenn der Winter kommt und man vor allem drinnen lebt, kann das empfangene Licht so zehn- oder sogar hundertmal schwächer sein als im Sommer.
Behandlung der Winterdepression (SAD)
Wenn Sie glauben, an einer Winterdepression zu leiden, empfehlen wir Ihnen, Ihren Arzt aufzusuchen, der Sie beraten kann. Es gibt mehrere Empfehlungen, um Ihre Stimmung und Lebensqualität zu verbessern, wenn die Helligkeit beim Wechsel der Jahreszeiten abnimmt; hier einige Tipps:
- Gehen Sie nach draußen und setzen Sie sich so viel wie möglich dem natürlichen Licht aus, am besten am Vormittag.
- Bewegen Sie sich, treiben Sie Sport, draußen ist es noch besser.
- Eine Lichttherapie (Lampe mit 10.000 Lux, etwa 30 Minuten jeden Morgen) kann angeboten werden, vorzugsweise nach ärztlichem Rat.
- Antidepressiva können von einem Arzt verschrieben werden, wenn die Symptome zu stark sind.
CBD und Winterdepression (SAD)
CBD (Cannabidiol) ist ein Molekül aus Nutzhanf (Cannabis Sativa). Cannabis ist eine Pflanzenfamilie mit 3 Untergattungen:
- Cannabis Sativa, der Nutzhanf, sehr reich an CBD, mit höchstens 0,3 % THC.
- Cannabis Indica, arm an CBD und reich an THC, psychotrop wegen des THC: Besitz und Verkauf sind in Frankreich illegal.
- Cannabis Ruderalis, arm an CBD und THC.
CBD war in den letzten Jahren Gegenstand zahlreicher Studien, doch keine davon betrifft die Winterdepression, und keine erlaubt es, CBD gegen Depressionen zu empfehlen:
- Forscher der Universität Kantabrien (Spanien, 2015) beobachteten bei Nagetieren eine Wirkung von CBD auf die Signalwege von Serotonin.
- Eine 2016 veröffentlichte israelische Studie untersuchte antidepressivaähnliche Wirkungen, ebenfalls an Labortieren.
- Andere, vor allem präklinische Arbeiten befassen sich mit Angst (Campos et al. 2012, Elbatsh et al. 2012).
CBD ist kein Arzneimittel: Bei gesundheitlichen Problemen fragen Sie einen Arzt um Rat. Es ersetzt weder die Lichttherapie noch eine verschriebene antidepressive Behandlung, die man niemals ohne ärztlichen Rat absetzen darf.









